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Ein Prunkstück in Eberswalde


Neue architektonische Attraktion im alten Bestand: der Mundtshof, heute Eigentum der WHG Wohnungsbau- und Hausverwaltungs-GmbH in Eberswalde.

Generalüberholt nach 100 Jahren: der Mundtshof
Die Ecke Schicklerstraße/Goethestraße im Zentrum des brandenburgischen Eberswalde: Hier steht das imposante Eckhaus "Mundtshof", 1899 im Auftrag des Kaufmanns Oscar Mundt als Wohn- und Geschäftshaus errichtet.
Es finden sich zahlreiche Hinweise auf eine repräsentative Nutzung: zwei Turmkuppeln, eine üppig strukturierte Fassade, profilierte Fenstergewände, Fensterverdachungen sowie reichhaltige Ornamente, Bossenputz und Lisenen.
Zwar sind nach mehr als 100 Jahren an keiner Stelle Setzungserscheinungen oder Risse am Gebäude festzustellen, was von solider, fachgerechter Baukunst zeugt. Dennoch ist die Zeit nicht spurlos an Fassadenflächen und Holzbauteilen vorüber gegangen. Im Jahr 2001 betraute das Eberswalder ibe Ingenieur-Büro für Bauplanung den Objektberater von Herbol mit einem Sanierungskonzept für Fassade, Fenster und Türen.


Die Fassade: ein Fall für Herbol-Herboxan
Durch Kriegseinwirkung waren die beiden Kuppeln mit ihren abschließenden Spitzen zerstört worden. Sie mussten – wie die gesamte Stuckfassade des Gebäudes – vor dem Farbanstrich erneuert werden. Der betreuende Architekt Dipl.-Ing. Kruwinnius vom ibe setzte für den neu aufgebrachten Putz sowie für alle Fassaden-Stuckelemente das Fassaden-Anstrich-System Herboxan von Herbol ein. Erstellt auf Siliconharzbasis, lösemittelfrei und wasserverdünnbar ist die Zwischen- und Endbeschichtung mit hoher Wasserdampf- und CO2-Durchlässigkeit bestens für exponierte Lagen geeignet.

Zunächst wurde die Fassade mit Herbol-Hydrogrund grundiert, dann Herbol-Herboxan aufgetragen.

 
Der Farbentwurf, konzipiert vom „Atelier der Farbe“.
Das edle Grün-Grau wird den historischen Farbbefunden in Eberswalde und der aktuellen Nutzung als Wohn- und Ge-
schäftshaus gerecht.

Dachkasten und Fenster: Einsatz für Sikkens und Glasurit
Auch der Dachkasten benötigte eine grundlegende Renovierung. Nach den Schreinerarbeiten kamen bewährte Sikkens-Produkte zum Einsatz. Aus wirt-
schaftlichen und denkmalpflegerischen Gründen sollte ein Großteil der Fenster erhalten bleiben: eine hohe Anforderung an die handwerklichen Fähigkeiten des beauftragten Fensterbauers. Er meisterte sie vorbildlich: Die Altbeschichtung entfernte er vollständig von den Fenstern, nicht tragfähige Holzteile trug er bis zum gesunden Holz ab. Sie wurden mit zweikomponentiger Holzfüllmasse verschlossen. Danach wurden offene Verbindungen, etwa an Rahmen, Flügeln und Gehrungen, bis in ausreichende Tiefe aufgekerbt und versiegelt. Um an den Fensterkanten die erforderliche Lackdichtdicke zu gewährleisten, wurden alle Kanten auf einem Radius von zwei Millimetern abgerundet. Nach dem Feinschliff wurden die Fenster mit Glasurit-Holzschutzgrund gegen Bläuebefall imprägniert.
Den Abschluss bildete Glasurit Ventil 1-2-3, ein diffusionsfähiger, seidenglänzender Fensterlack als Grund-, Zwischen- und Schlussbeschichtung aus einem Topf. Der dunkelolivgrüne Ton der Fenster harmoniert hervorragend mit dem vornehmen Grün-Grau der Fassade.

Ergebnis der Sanierung: Heute erstrahlt der Mundtshof im neuen-alten Glanz.

 
Im Krieg wurden die bei-
den Kuppeln des Gebäu-
des zerstört.
Sie mussten, wie die Stuckfassade, vor dem Farbanstrich erneuert werden.



 



Quelle: Herbol Nachrichten 06/2003