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Zukunftsmarkt Instandsetzung: Wärmedämmverbundsysteme



Optimieren und renovieren von bestehenden Fassadenflächen
Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) an Fassadenflächen haben heute eine wesentliche Bedeutung. In den letzten 20 Jahren sind Millionen von Fassaden gedämmt worden. Nicht nur neu erstellte Gebäude, sondern vor allem auch bestehende Gebäude haben auf diese Weise eine Verbesserung ihrer Energiebilanz erfahren.
Diese Entwicklung ist nicht zuletzt auf die schrittweise verschärfte Wärmedämmverordnung zurückzuführen. Die Verordnung konnte den Verbrauch nicht erneuerbarer Ressourcen erfolgreich verringern, was die Umwelt deutlich entlastet. Einen beträchtlichen Anteil an dieser positiven Entwicklung hat die energiesparende Wärmedämmung an der Fassade.

WDVS-Fassaden-Instandsetzung: ein Markt mit Zukunft?
Fassadenflächen müssen gepflegt werden, sie müssen renoviert werden - und täglich kommen in Deutschland mehr als 100.000 m2 neue WDVS-Flächen hinzu. Als einer der ersten Hersteller von WDV-Systemen hat Herbol eine langjährige Erfahrung im Bereich der Fassaden-Instandsetzung. Dieses Fach-Knowhow ermöglicht sachkundige Analysen und detaillierte Instandsetzungsempfehlungen.
Wie schätzt Herbol die Marktentwicklung der nächsten Jahre ein?

WDV-Systeme: die Gebäudesituation
75% aller WDV-Systeme sind anstrichtechnisch Instand zu setzen. Ein Überblick über die Situation hilft bei der wahl des passenden Instandsetzungs-Systems.


Die meisten der zu renovierenden Fassadenflächen werden in den kommenden Jahren WDV-Systeme
sein, die älter als zehn Jahre sind. Die Instandsetzung hat zum Ziel:

Erhaltung der Funktion eines Wärmedämmverbundsystems
Sicherung eines langzeitigen Wetterschutzes
Optische Erneuerung und Verschönerung
Kostennutzen/Kosteneinsparungen

Entscheidend für eine erfolgreiche Instandsetzung ist die Auswahl des richtigen Beschichtungssystems.

Wo liegen die häufigsten Schäden?
Typische Mängel bzw. Schadensbilder in der Dämmung sind Beschädigungen in der Putzschicht und im Bereich der De-
taillösungen sowie Abzeichnungen von Fugen und Dübel-
stellen. Besonders bei Zubehöartikeln treten Schäden auf.
Hier wurden deutliche Verbesserungen hinsichtlich der Verarbeitung und des Materials erzielt, was heute zur Opti-
mierung und Sicherheit des kompletten WDV-Systems führt.

Typische Schäden: keilförmiger Abriss
Defekte Eckschiene (Bild rechts)

Wie bebt man fehlerhafte Putzausbesserungen und Abzeichnungen von Dübeln?
Abzeichnungen und Risse in der Putzbewehrung entstehen durch unterschiedliche Wärmeleitfähigkeit und unterschiedliche Feuchtehaltung der eingesetzten Werkstoffe: Dämmstoffe einerseits und Putze, Kunst-
stoffelemente wie Dübel und sonstige Zubehörteile andererseits. Abhilfe schafft ein Dämmspachtel, der vergleichbare bauphysikalische Kennzahlen hat wie die Dämmstoffe aus Polystyrol. Ein Abzeichnen, hervorgerufen durch Nachputzarbeiten oder dickschichtiges Überspachteln von Dübelstellen, wird z. B. mit Herbol-Dämmspachtel vermieden.

Dübel-
abzeichnungen an der Fassade.
Zu tief eingeschlagene Dübel.

Können Risse im Stoßbereich/Verbund sicher saniert werde?
Zunächst muss man Ursachenforschung betreiben. Ist die Stoßfuge Ursache des Risses, ist zwar nur ein scheinbar dünner Riss zu erkennen. Jedoch wirkt diese Stoßfuge mit unmessbarer Kraftübertragung auf die Spachtelschicht und auf die Gewebebewehrung ein. Wesentliche Ursache für diese Schäden ist das unterschiedliche bauphysikalische Verhalten verschiedener Baustoffe, wie Dämm- und Spachtelmaterialien. Nach dem Öffnen der Schadstelle zeichnen sich in der Regel zwei Möglichkeiten der Rissbildung ab:

Ist kein Spachtelmörtel in der Fuge des Plattenstoßes, muss davon ausgegangen werden, dass ein Schwund der Dämmplatte vorliegt. Dies ist sehr oft der Fall bei alten Dämmmaterialien, da diese Platten nicht genügend abgelagert worden sind.
Findet man jedoch Spachtelmörtel im Fugenbereich vor, entstand der Riss zwischen Spachtelputz und Dämmstoff. Der Mörtel muss restlos aus dem Plattenstoß entfernt werden. Die aufgeweiteten Spalten/Fugen werden mit dem speziell zur Vermeidung von Schä-
den entwickelten Herbol-Dämmspachtel gefüllt. Anschließend wird eine mineralische Armierungsschicht, wie Herbol-Armierungkleber M oder Herbol-Universal-Fassadenputz, aufgetragen. Die Oberfläche bessert man mit Herbol-Strukturputz entsprechend der Altbeschichtung nach.
Fuge wird mit Herbol-Dämmspachtel gefüllt.

Wie können Spachteputzschichten und Oberputzschichten repariert werden?
Grundsätzlich muss man überprüfen, ob die Putzschicht noch tragfähig ist. Im Zweifelsfall ist die gesamte Putz- und Bewehrungsschicht zu entfernen.
Vereinzelt kann es auch erforderlich werden, das gesamte System abzutragen. Teilflächen können nach Entfernen nicht tragender Putzschichten mit Herbol-Universal-Fassadenputz oder Herbol-Armierungskleber M unter Einbettung von Herbol-Armierungsgewebe vollflächig überarbeitet werden. Die Schlussputzbeschichtung erfolgt
mit einem systemgerechten Herbol-Schlussputz.
Eine irreparabel geschädigte Fassade.

Was tun bei Algenbefall?
Eine zunehmende Erscheinung ist der Befall durch Algen und Moose. Wesentliche Ursachen dafür sind die veränderten Umweltbedingungen und die bauphysikalischen Besonderheiten eines WDV-Systems. Auf die Umweltbe-
dingungen kann nur begrenzt Einfluss genommen werden. Eine Möglichkeit ist das Entfernen nahe stehender Bäume und Sträucher, was zu einer schnelleren Ablüftung und Abtrocknung der Fassade führt. Ganz ausgeschlossen werden kann der Befall durch Algen dadurch jedoch nicht.
Kann eine Beschichtung Algenbefall völlig verhindern? Nein, aber die Auswahl des Beschichtungssystems hat einen entscheidenden Einfluss.

Wie beugt man vor?
Folgende Komponenten einer Beschichtung sind für den vorbeugenden Schutz vor Algenbefall wichtig:

Feuchte: Da Algen besonders bei feuchten Bedingungen wachsen, muss besonderer Wert auf einen niedrigen w-Wert gelegt werden. Der sichert eine extrem geringe Wasseraufnahme.
Oberfläche: Eine mikroglatte Oberfläche der Beschichtung lässt Feuchte schnell abtrocknen, Schmutzpartikel können nur schwer Halt finden. So wird ein weiterer Baustein zur Verbeugung von Algenbewuchs geliefert.
Alkalität: Ab einem pH-Wert von > 9 finden Algen keinen Nährboden mehr. Hohe Alkalität bietet eine weitere Möglichkeit der Vorsorge.
Fungizide Einstellung*: Auch ein wirkungsvoller fungizider Schutz beugt Algenbefall vor.

Eine Beschichtung, die auf diese Bedingungen abgestimmt ist und algen-
verhindernde Eigenschaften in idealer Weise vereint, ist die Siliconharzfarbe Herbol-ThermoTop.

Herbol-ThermoTop
Hochwertige Siliconharz-Fassadenfarbe für die Renovierung von WDVSystemen.
  hoher Feuchteschutz
  hoch wasserdampfdiffusionsfähig
  hohe Farbtonstabilität
  alkalischer pH-Wert
Algenbefall an einer
Fassade.


Die Fassadenfräse
bearbeitet Fassaden
vollautomatisch.

Wasseraufnahmepotenzial
Abb.:Wasseraufnahme Kalksandstein
(3 Testversionen)

Abb.:Wasseraufnahme Herbol-ThermoTop
(DIN EN 1062-3)


Vergleich: Der Test beweist die geringere Wasseraufnahme,
es entsteht somit kein Nährboden für Algen und Moose.

Was tun, wenn die Fassade bereits von Algen befallen ist?
Wenn eine Fassade bereits von Algen und Moosen befallen ist, hilft der Herbol-Fassaden-Reiniger. Er ist ein zuverlässig wirkendes Spezial-Reinigungsmittel. Der Herbol-Fassaden-Reiniger ist bevorzugt auf Putz-
und Anstrichflächen, Mauerwerk und Wärmedämmverbundsystemen anzu-
wenden. Zunächst wird die Fassadenfläche mit einem Hochdruckreiniger gesäubert. Anschließend wird Herbol-Fassaden-Reiniger mit der Decken-
bürste oder einem Niedrigdruckspritzgerät gleichmäßig und satt aufge-
tragen. Der Reiniger muss mindestens 48 Std. einwirken, um die in den Putzstrukturen verbleibenden Algen zu entfernen und einem Neuansatz vorzubeugen.
Die Grünverfärbung ist nicht mehr zu sehen, die Fassade ist frei von Algen.

Herbol-Fassaden-Reiniger
Spezial-Reinigungsmittel für Fassadenflächen mit Algen- und Moosbefall.
  biologischer Befall (Algen
     und Moose) wird natürlich
     gehemmt*
  schnell und wirksam
  gebrauchsfertig eingestellt
Herbol-Fassaden-Reiniger befreit
von Algenbefall.
Der herbol-Fassaden-Reiniger
wird mit der Deckenbürste
aufgetragen.
* Biozide sicher verwenden. Vor Gebrauch stets Kennzeichnung
  und Produktinformation lesen.

Optik oder Funktion?
Bei Ausbesserungsarbeiten sind geringe Strukturdifferenzen und optische Abzeichnungen nicht zu vermeiden. Eine Feinrissbildung ist ebenfalls nicht ausgeschlossen. Entscheidend ist jedoch, dass die Funktion der WDVS-Fassade sicher gestellt und der Wetterschutz gewährleistet ist.

  Umfassende Hilfe zur Analyse
Schwerpunkte aufzeigen. Herbol bietet Ihnen praktische Hilfe zur Analyse. Grundlage ist dabei die folgende Einteilung der Schäden
ohne Mängel
Mängel in der Oberfläche
Mängel in der Dämmschicht
begrenzte Schäden (reparierbar mit optischen Einschränkungen)
nichtbehebbare Schäden

Natürlich müssen auch andere Untergründe - z. B. organische und anorganische Schlussputze - berücksichtigt werden. Nur der Fachberater vor Ort kann entscheiden, welche der Herbol-Fassadenfarben über Herbol-ThermoTop hinaus am besten eingesetzt werden.



Quelle: Herbol Infoplus 05/2003
Der Autor:
Donato Marra ist seit neun Jahren bei Herbol beschäftigt. Dort kümmerte er sich von Anfang an um den Schwerpunkt Objektbereich. Seit Anfang 2002 ist er für die Fassadenprodukte von Herbol zuständig.
Als Experte hält er regelmäßig in- und externe Schulungen und Seminare über die Behandlung von Fassaden-Gestaltung und -Instandsetzung und Bewuchs ab.


Bei Fragen zum Thema Wärmedämmverbundsysteme an Fassaden können Sie ihn jederzeit unter Telefon 02 21/58 81-246 oder mobil unter 01 71/4 10 17 01 erreichen oder sich an Ihren Außendienstberater wenden.